Begegnung mit den Diozösan-Seminaristen und den Ordensnovizen Polens

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« Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?» (Lk 24,32). Die Jünger von Emmaus, die sich beim Brechen des Brotes im auferstandenen Christus wiedererkennen, müssen die Offensichtlichkeit einer Veränderung anerkennen! Ihr im Herzen töricht und dumm Sein gegenüber den Lehren der Heiligen Schriften (vgl. Lk 24,25) wird in einem Atemzug hinweggefegt von der Begegnung mit Christus, der alles neu macht, vor allem unser Leben. Und das törichte, dumme „Herz“, das müde und vertrocknet ist, die Hoffnung verloren hat und ganz im weltlichen Rahmen einer Gegenwart ohne Zukunft verschlossen ist, in einer „abwesenden“ Gegenwart, es „brennt“ erneut in der Brust, durch jene unerwartete, geschenkte Hingabe, bedingt durch die Begegnung mit Christus, dem wahren Motor einer jeglichen Berufung.

 

In Anwesenheit des auferstandenen Christus zu sein prägt die Identität der Jünger von Emmaus, die zwar Jerusalem mit dem wehmütigen Empfinden einer nichterfüllten Erlösung verlassen haben, nun aber dahin zurückkehren mit der Frohbotschaft ihrer Begegnung. Sie sind vollkommen verändert; ihre Identität - ja sogar die Ausrichtung ihres Weges - ist durch die Beziehung zu Christus verändert.

 

Liebe Seminaristen und Novizen, die priesterliche Identität, auf dessen Aufnahme durch den Heiligen Geist und durch die unabdingbare Vermittlung der Kirche ihr euch vorbereitet, birgt das Geheimnis eurer Zukunft und eurer Seligkeit in sich. Diese ist gleichzeitig institutionell und charismatisch. Institutionell durch die objektive Handauflegung des Bischofs, in der ununterbrochenen apostolischen Folge, die es uns ermöglicht bis auf die Zwölf Apostel zurückzugehen, und charismatisch weil sie Frucht des beständigen Wirkens des Heiligen Geistes ist, der von Pfingsten bis zur Vollendung der Geschichte das Antlitz der Kirche prägt, als Kommunion im Sendungsauftrag.

 

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Częstochowa